Ein neuer Gin ist erst einmal ein Grund für Vorsicht, denn es gibt doch eine ganze Menge Wacholdergeiste, die die Welt nicht braucht.

Bei dem BAREKSTEN verflog unsere Skepsis aber zügig, denn was da ins Glas kam, war in einem gute Sinn anders. Und in einem sehr guten Sinn authentisch, so wie sein Macher Stig Bareksten, Unverwechselbar, charismatisch.

Dass Norwegens (Wald)Flora, die ja nur eine kurze Spanne für Vegetation und Blüte hat, extrem vielfältig ist, stellt dieser Gin unter Beweis. Neben dem obligaten Wacholder kommen organische Preisel+Heidelbeeren, Minze, Holunder und Rhabarberwurzel (um nur einige der insgesamt 26 Botanicals zu nennen) in den Rohbrand aus norwegischen Kartoffeln - das Aroma wechselt wie einer der vielen nordischen Waldgeister ständig zwischen intensiv-würzig und wald-fruchtig mit Ausflügen zu Minze, Süssholz, und dann wieder dichter herber Wacholder. Kräftiger Gin - verträgt also auch etwas fruchtigere bzw. süssere Tonics, z.B. Thomas Henry. Spannend mit Fever Tree Mediterranean.