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Die Geschichte des Vodkas

Genossen haben wir ihn wohl alle schon mal. Als Verteiler nachdem Schmaus oder pur bzw. im Cocktail. Wie man ihn trinkt, oder den typischen Geschmack kennen die Meisten - aber was wissen Sie über die Entstehung des Wodkas? Wie heißt es eigentlich richtig: Vodka oder Wodka? Und warum trinkt der Russe den Wodka am liebsten zu dritt?
Wer heute an Wodka denkt, denkt spätesten beim 2. Gedankengang an Russland. Außer in Polen, dort wird dem polnischem Vaterland gedacht. Im Jahre 1995 klärte der Historiker Wiljam Pochlemkin die Frage aber ein für alle mal. Anschaulich konnte er beweisen, dass der Wodka schon Jahrzehnte früher in Russland entstanden ist. Glaubt man russischen Legenden, so geschah dies im Moskauer Kreml im Jahre 1497. Zu der Zeit stand dort ein mittlerweile sagenumwobenes Kloster.
Tatsächlich wurde die damalig noch 50 prozentige Mischung aus Spiritus und Wasser anfangs zur Wunddesinfektion und Betäubung gebraucht, war jedoch schnell im ganzen Land wegen seiner berauschenden Wirkung beliebt.
Bereits 8 Jahre später wussten reisende Schweden ihrem Herren über Moskau zu berichten, dass das Feuerwasser das ganze Land entzündet hatte. Trotz verbot der Kirche, diese hielt das Destillat für „vom Teufel gegeben“.
Aus Dokumenten dieser Zeit geht hervor: „Der Russe gibt sein letztes Geld für den Wodka aus“. Dementsprechend hoch war der ökonomische Wert auch für den Staat. Es wurden Brennverbote erlassen und Fabriken verstaatlicht. So werden selbst heute noch teilweise 80% Steuern auf die beliebte Spirituose erhoben. Eigentlich war es nur logisch, dass findige Russen schon im 17. Jahrhundert den Samogon – den (illegal)Selbstgebrannten erfanden. Dieser wurde nicht wie üblich aus einheimischem Weizen gemacht, sondern konnte auch Roggen oder Mais bzw. Kartoffeln zur Grundlage haben.
Oftmals verfeinert durch Kräuter aller Art und den wildesten Kombinationen aus Beeren und Gewürzen ließen es sich die Adeligen, welchen später unter Jekataria II. das Brennen erlaubt wurde, sich nicht nehmen, daraus ein regelrechtes Fest zu machen. Es galt als eine Ehre Wodkas mit allen Zusätzen des Alphabets zu besitzen. Von A bis Apfel über die Birne bis Zimt. Und zu geselligen Anlässen Ratespiele und Wodka-Verkostungen durchzuführen war gang und gäbe.
Aber wie kommt es, dass auch großer Wodka aus z.B. Frankreich kommt?
Zur Zeit Katharina der Große, die Gaststätten in großer Zahl bauen ließ, war es, dass der „Wodka zum Imbiss“ bei den Russen Einzug hielt. Da diese aufgrund des kürzlich errungenen Sieges über Napoleon in Frankreich stationiert waren, verbreitete sich das Brauchtum schnell nach Europa und sollte dort eine zweite Heimat bekommen. Von dort aus werden wir heute noch mit Marken wie dem „Grey Goose“ Wodka, der auch im Online Store der Spirituosentheke günstig zu haben ist, reich beschenkt.

Der russische Chemiker Dimitri Menedelejew verfeinerte den Wodka 1894 nach seinerzeit wissnschaftlichen Erkenntnissen. Zu der Zeit erst war es, dass das „Wässerchen“ slawisch „Voda“ mit der Verniedlichung „ka“, seinen bis heute bestehenden Namen erhielt. Vorher meist nur als „Medizin“, „Getreidebranntwein“ oder „Das Getränk“ bezeichnet. Oftmals wurde er aber auch einfach nur“ halber Liter“ oder „Eimer“ genannt, denn erst zum Anfang des 20. Jahrhunderts stiegen die Russen von Eimern auf Flaschen als Behältnis um. Diese fassten vorher meist bis zu 14 Litern!
Durch diese Neuerung wurden viele Wodkasorten erst bekannt. Die ersten Smirnoff-Flaschen waren mit die Extravagantesten und verkauften sich auch am besten.
Doch ab 1904 sollte eine dunkle Zeit für den Wodka anbrechen. Es kam das Alkoholverbot. Sowohl die Herstellung als auch der Verkauf wurde unter Strafe gestellt, welches bis nach dem ersten Weltkrieg bestehen blieb. Selbst Lenin – ein Mann des Volkes, hob dieses nicht auf. Er war bekennender Bierliebhaber.
Stalin jedoch, wusste sich dieser Macht zu bedienen und kurbelte die Produktion zum 2. Weltkrieg erneut an und baute sie sogar aus. Soldaten an der Front erhielten zum Beispiel Tagesrationen Wodka.
Mit den gewonnenen Geldern konnte er auch die Industrialisierung und Sozialisierung Russlands vorantreiben.
So entstanden zahlreiche Traditionen rund um den Wodka. Zum Beispiel das „Bespülen“ als Glücksbringer. Statt früher nur im Krieg erhaltene Medaillen, werden heute teils Neuwagen oder sogar Möbel mit Wodka begossen und der Rest ausgetrunken. Ebenso wird Wodka heute am liebsten zu Dritt getrunken, da Soldaten damals einen Rubel Tagesration hatten und der Wodka 3 Rubel kostete.
Wodka-Hersteller ganz Russlands behaupten noch heute, der Wodka habe entscheidend auf den Ausgang des Krieges und die gesamte Geschichte Russlands gewirkt.
Viel Spaß beim Shoppen eines so geschichtsträchtigen Getränks!
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