Bevor es die Möglichkeit gab, mit Messgeräten den Alkoholgehalt zu messen, wollten sich die Käufer absichern, auch das Richtige für ihr Geld zu bekommen. Dazu griffen sie ein bisschen in die Trickkiste und gingen folgendermaßen vor: Es wurde ein wenig Schießpulver in den Whisky gemischt und dieser dann angezündet. Je nachdem was dann passierte, war der Whisky in Ordnung. Kam es zu einer Verpuffung und einer hellen Flammenbildung, war alles richtig, der Whisky war „proof“. Es war die richtige Menge Alkohol im Getränkt. Eine nur schwache Flamme wurde als „underproof“ bezeichnet und gar eine Explosion mit „overproof“. Als es möglich wurde, den Alkoholgehalt zu messen, stellte man fest, dass „proof“ bei etwa 57 % lag. Nach diesem Punkt wurde die Alkoholskala in Großbritannien ausgerichtet und 57 % waren dabei genau 100 Proof. 3 % Alkoholgehalt entsprachen genau 5 Proof. Der Glenfarclas 105 Proof hat demzufolge einen Alkoholgehalt von genau 60 %. Diese Skalierung gilt jedoch nur für Whisky von den Britischen Inseln. In den Vereinigten Staaten haben 100 Proof eine andere Bedeutung. Hier entsprechen 100 Proof genau 50 % Alkoholgehalt. Amerikanische Whiskys werden häufig in dieser Stärke abgefüllt. 100 Proof war eine zeitlang die Voraussetzung für eine spezielle Qualitätsbezeichnung, nämlich für „Bottled in Bond“. Bottled in Bond bezeichnete einen Whiskey, der unter Zollaufsicht abgefüllt wurde und der mindestens