In Schottland und Irland spiegelt sich der weltweite Verkaufsboom nicht nur im Vergrößern bestehender Destillerien wieder. Auch neue Brennereien scheinen derzeit dort und auch in England nur so aus dem Boden zu schießen. Kaum ein Monat, in dem wir nicht von Neugründungen oder neuen Baugenehmigungen lesen. So wie kürzlich, als im Magazin The Spirits Business vom 25 Millionen Euro Projekt des Unternehmens Walsh Whiskey berichtet wurde. Der Produzent der bekannten Marken The Irishman und Writer’s Tears plant bei Royal Oak im irischen County Carlow den Neubau einer Brennerei.

Welsh Whiskey stellt die Whiskeypalette breit auf

Eine Produktionskapazität von 400.000 Fässern jährlich wird avisiert. Sowohl in Pot Stills als auch in Column Stills soll gebrannt werden, so dass alle Arten von irischem Whisky hergestellt werden können: Pot Still, Malt, Grain und Blend. Das erforderliche Lagervolumen wird durch den Bau von Warehouses ebenso mit berücksichtigt wie die Schaffung eines großen Besucherzentrums, um Touristen anzuziehen – bei geplanten 75.000 Besuchern jährlich eine nicht zu verachtende Einnahmequelle. Abgesehen von den 40 Arbeitsplätzen während der Bauphase werden in der Walsh Whiskey Distillery 55 Voll- und Teilzeitarbeitsplätze geschaffen.

Der Blick richtet sich nach Asien

Die Bauarbeiten sollen bereits im September dieses Jahres beginnen und im Oktober 2015 abgeschlossen werden. Mit ersten Destillationen rechnet man bei Walsh Whiskey für Anfang 2016. Bleibt zu hoffen, dass die starke Nachfrage nach Whisky auch in den nächsten Jahrzehnten anhalten wird, damit sich die Investition amortisiert. Ausgerichten will man sich beim Unternehmen jedenfalls vor allem auf den asiatischen Markt, der einen starken Anstieg der Nachfrage nach Whisky zu verzeichnen hat. In 30 Länder exportiert Walsh Whiskey derzeit, 100 sollen in den nächsten Jahren werden.