Die bauchige Halbliterflasche kommt schlicht daher, hat es aber gewaltig in sich. Die neue Premium-Spirituose wird im österreichischen Vorarlberg aus 28 Alpenkräutern und Wermuth hergestellt. Dabei beruht die Herstellung auf einem geheimen Rezept von Kaspar Alois Greber aus dem Jahre 1868.

Glaubt man den Ankündigungen des Unternehmens, dann wird Upsinth schon bald die Nummer eins sein, wenn es um das Mixen von Longdrinks geht. Angesprochen werden soll dabei vor allem das junge Partypublikum, was auch die poppigen Internet- und Facebook-Seiten verdeutlichen.

Angeboten wird der neue Upsynth in zwei unterschiedlichen Stärken mit 55 und 33 Prozent sowie als Lemon Mixgetränk und als Energydrink. Füllt man den 55%er in ein Glas, hellt sich die grüne Flüssigkeit nochmals auf, sodass man glaubt, direkt in ein türkisfarbenes Meer zu blicken. Die starken Alkoholdämpfe steigen direkt in die Nase und es fällt einigermaßen schwer, andere Akzente als Anis wahrzunehmen. Der Upsynth mit 33 Prozent lässt sich sowohl pur, auf Eis wie auch als Basis für Cocktails und Longdrinks genießen.

Etwas gewöhnungsbedürftig ist der scharfe Geschmack des Upsynth in Verbindung mit der Zitronenlimonade. Das Mixgetränk mit einem Alkoholgehalt von 4,7 Prozent gibt erst im zweiten Ansatz den süßlichen Geschmack frei, wie man ihn von vergleichbaren Mixgetränken gewohnt ist. Beim Energydrink dagegen tritt sofort der von anderen Wachmachern bekannte Geschmack von Gummibärchen in den Vordergrund. Danach wird dieser durch die Lakritztöne, aus denen das Basisprodukt besteht, abgelöst. Es dürfte sich etwas schwierig gestalten Absinth zu mischen, da der Geschmack für erprobte Bartender Gaumen eher gewöhnungsbedürftig ist. Dagegen dürfte Upsynth beim jüngeren Publikum, welches sich auf ein wildes Club-Wochenende einstimmen möchte durchaus für Zustimmung sorgen.

Die Spirituose wird im Übrigen nicht von Upsynth direkt, sondern von der bekannten Destillerie Freihof in Lustenau hergestellt. Die Familie Hämmerle widmet sich bereits seit 1885 der Herstellung von Obstbränden und Likören. Darüber hinaus gibt es sogar einen eigenen Wodka aus Birnen. Dazu kommt jetzt auch die Herstellung eines hochprozentigen Absynth.