Das ist eine Meldung, die des heutigen französischen Nationalfeiertages würdig ist: Schottische Politiker fordern, die Whiskybrennereien der Speyside müssten sich ein Beispiel an der französischen Champagne nehmen. Nein, keine Sorge, es geht nicht darum, die Whiskyherstellung von Grund auf umzukrempeln. Hintergrund dieses ungewöhnlichen Wunsches ist die Tatsache, dass die Anbaugebiete der Champagne in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO (The United Nations Educational, Scientific and Cultural Organisation) aufgenommen wurden. Eine Ehrung, die dem schottischen Herzen der Whiskyherstellung ebenfalls gut zu Gesicht stünde, meinte Angus Robertson, Mitglied des Parlaments.

Glenlivet 3Eine Whiskyregion voller angesehener Brennereien

Zum Weltkulturerbe zu zählen würde die Whiskyregion Speyside nicht nur international bekannter machen, sondern der Tradition und dem Handwerk dieser schottischen Region gerecht werden. Kaum ein anderer Titel ist weltweit mit mehr Ansehen verbunden. Brennereien wie Glenfiddich, Glen Grant, The Balvenie, Benromach, Aberlour, Cardhu oder The Macallan gehören international zu den bekanntesten Whiskybrennereien und sie alle gehören zu dieser Whiskyregion, in der sich dicht bei dicht die Brennereien tummeln.

Sechs schottische Weltkulturerbe-Stätten gibt es bisher

Freilich gehören auch bereits schottische Unternehmen zu den über 1000 Einrichtungen, die sich mittlerweile zum Weltkulturerbe zählen dürfen. Sechs sind es bisher genau: Die Forth Bridge, St. Kilda, New Lanark, der Antonius Wall und Edinburghs Alt- und Neustadt. Doch wenn es darum geht, was Schottland besonders auszeichnet und was einen besonderen Wert hat für die Menschheit, dann haben die Politiker schon Recht. Da führt doch kein Weg am schottischen Whisky vorbei!