In Schottland gibt es fast 100 Whiskybrennereien, die Region Speyside hat dabei den größten Anteil mit fast 50 aktiven Brennereien. Darunter finden sich so wohlklingende Namen wie Glenlivet, Glenfiddich, Glenfarclas oder Macallan. Charakteristisch für den Whisky sind eine süße Note und das Torfige. Typischerweise sind die Whiskys von der Speyside parfümiert und weiblich elegant. Viele der entstehenden Malts werden zu Blends veredelt, wie beispielsweise aus den Brennereien Mortlach, Glen Elgin oder Benrinnes. Die Speyside liegt entlang dem Fluss Spey und erstreckt sich über die Grafschaften Morayshire und Banffshire. Damit liegt die Speyside in der Highlands-Region. Die Landschaften dort sind von atemberaubender Schönheit und daher nicht nur wegen des Whiskys auf jeden Fall eine Reise wert. Sie ist die angestammte Heimat des Whiskys. Sieht man sich die Karte an, müssen die Brennereien sehr dicht gedrängt sein. Andere Regionen sind 10-Mal so groß und vereinen nur 10 oder 15 Destillerien auf ihrem Gebiet. Berühmte Orte, die meist nur wenige Kilometer voneinander getrennt liegen, sind beispielsweise Dufftown (die heimliche Whiskyhauptstadt, siehe im entsprechenden Blogbeitrag), Elgin und Rothes. Eine berühmte touristische Route liegt innerhalb von Speyside – der Malt Whisky Trail. Wer diesen bereist, kann acht Destillerien und eine Böttcherei besuchen und besichtigen. Dabei werden auch zahlreiche Tastings angeboten. Eine Brennerei in Drumguish trägt ebenfalls den Namen The Speyside. Sie wurde im Jahr 1990 errichtet. Vorher waren dort eine alte Mühle und ein kleiner Bauernhof, der liebevoll umgebaut wurde. Mit dieser Destillerie hat sich George Chrstie einen Traum erfüllt. Drumguish liegt genau an der Grenze dieser Whiskyregion, in der Grafschaft Inverness-shire. Die Brennerei liegt sehr nah am Fluss, näher als alle anderen Destillerien und hat Zugang zu den besten und reichhaltigsten Wasservorkommen der Region.