Wer an Schottland denkt, dem fallen bestimmt direkt drei Sachen ein: Dudelsack, Kilt und Whisky. Damit sind die Schotten weltberühmt geworden, und mit ihrem sprichwörtlichen Geiz. Männer in Röcken, daran muss man sich bei uns erst einmal gewöhnen, Dudelsackmusik ist auch nicht jedermanns Sache, aber mit dem Whisky haben die Schotten auf der ganzen Welt viele Anhänger und Nachahmer gefunden. Die malerischen Landschaften der Highlands und Lowlands, die Klippen, die Moore und die Heiden sind einfach schön. Bedingt durch die Witterung gibt es in Schottland einige „Spukschlösser“, die nebelverhangen quasi aus dem Nichts auftauchen. Die berühmtesten Whiskys kommen aus Schottland, wie beispielsweise der Glenmorangie, Glenfarclas, Laphroaig oder Talisker. Schottland lässt sich geografisch und whiskytechnisch in Highlands, Lowlands, Speyside, Islay, Campbeltown und die Inseln unterteilen. Die wohl größte Region sind dabei die Highlands, die meisten Destillerien befinden sich allerdings in Speyside. Die Highlands lassen sich noch weiter unterteilen in Central Highlands, Northern Highlands, Western und Eastern Highlands. Der Whisky von dort ist immer kräftig im Geschmack, aber trotzdem sehr unterschiedlich, was zur Folge hat, dass die Highlands nicht als eine Region wahrgenommen werden, sondern vielmehr als vier verschiedene Gebiete. Highlandwhisky gibt es beispielweise aus der Destillerie Ardmore oder Knockdhu. In den Lowlands gibt es nur noch drei Brennereien, die echten Single Malt Whisky produzieren. Das hängt mit der immer größer werdenden Beliebtheit der Getränke aus den Highlands und der Speyside zusammen. Die drei Destillerien sind Auchentoshan, Glenkinchie und Bladnoch. Wobei Bladnoch die kleinste und südlichste in der Region ist. Whisky von der Speyside hat bestimmt jeder schon einmal probiert. Entlang dem Fluss Spey haben sich zahlreiche, sehr bekannte Destillerien angesiedelt, darunter Glenfiddich und Macallan. Einige der besten Malts der Speyside werden hauptsächlich verwendet, um Blends herzustellen, wie Mortlach, Strathmill oder Benrinnes. Inselwhisky von der Islay, den Inneren Hebriden, ist besonders stark und kräftig, vor allem besonders torfig oder rauchig. Laphroaig und Ardbeg sind dabei wohl die kräftigsten Vertreter. Berühmt sind aber auch die Whiskys von Bruichladdich, Bowmore oder Lagavulin. Auch die anderen Inseln haben hier einiges zu bieten, allerdings gibt es in der Region nur noch sechs aktive Brennereien, dazu zählen Arran, Isle of Jura oder Ledaig. Campbeltown schließlich ist heute eine Kleinstadt auf der Halbinsel Kintyre. Sie war in der Mitte des 19. Jahrhunderts der Mittelpunkt der Whiskyherstellung. In der Blütezeit gab es dort 34 Brennereien, heute sind es nur noch drei, Glen Scotia, Springbank und Glengyle.