Eine wirklich schwer zu beantwortende Frage. Die einzige richtige Antwort kann nur heißen: „So, dass er schmeckt“. Und bekanntlich lässt sich über Geschmäcker nicht streiten. Der Kenner allerdings hat so seine Besonderheiten beim Genießen eines guten Whiskys. Hier ist schon die Frage des Glases umstritten. Während einige einen Tumbler bevorzugen, wird in Fachkreisen zwischenzeitlich das „Nosing-Glas“ bevorzugt. Der Grund ist, das bei diesem Glas in Form einer nach oben schmaler werdenden Sherrytulpe, das Aroma besser genossen werden kann. Und nun kommt die Fragen aller Fragen: „Mit oder ohne Wasser?“ Auch wenn sich hier grundsätzlich die Geister scheiden, sollte der Genuss von einem guten Whisky mit ganz wenig stillem Wasser probiert werden. Und ganz wenig bedeutet hier eher tröpfchenweise Wasser zugeben. Diese Vorgehensweise hat gleich zwei Gründe. Zum einen soll das edle Getränk ja nicht verwässert werden, was passieren würde, wenn Wasser im Übermaß zugegeben werden würde. Entscheidend ist auch, dass der Whisky eine Fülle von Aromen erst mit der Zugabe von Wasser freigibt. Die mäßige Wasserzugabe „schließt“ den Whisky auf und entfaltet sowohl beim Geruch wie beim Geschmack einen angenehmen, bei Kennern besonders geschätzten Geschmack. Zu der Frage der Temperatur dürfte die Antwort klar sein. Keineswegs gekühlt, denn dieser Zustand der Kühle würde die Zerstörung der wunderbar eingefangenen Aromen bedeuten. Damit dürfte die Frage nach Eis ebenfalls beantwortet sein. Bei jeder Distillery Tour wird erklärt, warum der Whisky mit (wenig!!) Wasser genossen werden sollte, aber niemals wird Eis dazu gereicht, oder gar der Whisky aus dem Kühlschrank geholt. Auch in schottischen Pubs ist stets ein Gefäß mit Leitungswasser zu finden, was zumindest als Hinweis dienen sollte. Eis sucht man allerdings im Pub vergebens, vor der Tür im Winter wohl eher. Bei der großen Anzahl von Regeln sollte allerdings auch bedacht werden, dass Whisky purer Genuss auf hohem Niveau bedeutet. Daher sollten diese Hinweise als Richtlinien verstanden werden, die keineswegs sklavisch eingehalten werden müssen. Entscheidend ist, dass der Whisky dem jeweiligen Genießer schmeckt.