Ein weißes Paar Kuller-Augen blickt etwas verunsichert in die Nacht: Es war einmal ein Kleiner Feigling, der im Jahre 1992 zum ersten Mal in Deutschland auftauchte. Aufgetaucht ist er im wahrsten Sinne des Wortes – nämlich im Ostseebad Eckernförde hoch im Norden Deutschlands, wo sich Küstennebel und Friesengold Gute Nacht sagen. Er beschloss, bei der Unternehmerfamilie Waldemar BEHN unter Vertrag zu gehen, um von dort aus in aller Welt bekannt zu werden. Getreu dem Motto „Von einem, der auszog, das Feiern zu lehren“, ist diese Spezies heute in mehr als 20 Ländern dieser Erde äußerst beliebt.

 

Wie der Kleine Feigling zu seinem Namen kam

Waldemar BEHN ist aller Wahrscheinlichkeit nach der Vater des Kleinen Feigling. Das traditionsreiche Unternehmen in Schleswig-Holstein hat mit seinem Wodka-Feige-Abkömmling insbesondere in der jüngeren Generation einen Super-Hit gelandet. Nun war die Idee von Wodka-Feige nicht unbedingt neu. Neu war allerdings, diese köstliche Zusammensetzung in allerbester Qualität in Portions-Fläschchen a 0,1 Liter anzubieten. Eine witzige Optik mit hohem Wiedererkennungswert öffnete dem Kleinen Feigling Tür und Tor in seinem Heimatland. Nach und nach kam er in der ganzen Welt herum: Ob Argentinien, Australien, Portugal, China, die USA – der leckere frisch-fruchtige Geschmack, die knallgrüne Kontur, die das Augenpaar umrahmt und das Lavendel farbene Käppchen haben sich nachhaltig eingeprägt. Rasant hat sich der Kleine vermehrt, was wohl zum Teil ganz bestimmt an dem Song liegt, der den Kleinen Feigling stets begleitet: „My Life is a Party!“. – Um nun den Überblick nicht zu verlieren, hat die Familie BEHN die Kleinen Feiglinge einfach auf der Unterseite mit Zahlen markiert.- Anlass genug für die große Fangemeinde, sich witzige Spiele mit Kult-Charakter rund um den kleinen Kerl einfallen zu lassen. Kleiner Feigling steht für Party, Stimmung, gute Laune und ist auch heutzutage von kaum einer Feier wegzudenken. – Plagiate kommen im Geschmack einfach nicht an ihn heran.

 

Irgendwann bekam der Kleine Feigling größere Geschwister. Obwohl viele Menschen die 0,35 L, 0,7 L und 1 Liter-Geschwister sehr praktisch fanden, wurden diese nicht annähernd so beliebt wie die Kleinen Feiglinge mit ihren 100 ml. – Alleine schon, weil das typische Klopf-Ritual, bei dem der Kleine Feigling vor dem Trinken ein wenig an zu schäumen fängt vor Freude, mit den Großen nicht so ohne Weiteres drin ist. Der Kleine Feigling ist und bleibt einfach der Größte, weil er in jede Hand-, Mantel-, Hemden- und Hosentasche passt und man ihn überall mit hinnehmen oder mit hineinschmuggeln kann. Die Sehnsucht nach dem Kleinen Feigling wurde bei vielen Fans so groß, dass sie begannen, zu allen möglichen Gelegenheiten T-Shirts, Mützen und Jacken mit dem Konterfei des kleinen Kerls zu tragen.

 

Rituale rund um ein süßes Kult-Getränk

Pfiffige Werbung und eine rasch anwachsende Fangemeinde haben den Kleinen Feigling bereits in den neunziger Jahren zu einem Partyknaller ohne Gleichen werden lassen. Der Kleine Feigling ist heute (immer noch) Kult. Neben dem Klopf-Ritual, dass man in neuerer Zeit in Vorbereitung auf die Partytime virtuell sogar im Internet üben kann, haben sich das U-Boot-Trinken und das Hoch-Tief-Spiel etabliert. Dieses Spiel erleichterte schon so manches Portemonnaie, denn wer am Unterboden seines Kleinen Feigling die kleinste Zahl vorfindet, muss die nächste Feigling-Runde ausgeben. Das U-Boot-Trinken ist die Feuertaufe für echte Fans. Nach dem stilechten Klopfen im Takt des Feigling-Jingles wird das geöffnete Fläschchen zwischen die Lippen genommen und der Deckel auf die Nase gesetzt. Nun schließt der Proband mit den Fingern die Ohren und schlürft den Feigling, während er den Kopf nach hinten lehnt. Als Clou muss das Fläschchen in dieser Haltung auf dem Tisch oder der Theke abgestellt werden, ohne dass das Deckelchen von der Nase fällt oder das leere Fläschchen umkippt. – Party on!!!