Wenn man an Whisky denkt, dann kommen einem in erster Linie Länder wie Irland, Schottland oder auch die USA in den Sinn. Die wenigsten Menschen verbinden die Herstellung von Whisky wohl mit einem Land wie Japan. Dabei wird hier bereits seit Mitte der 1920er-Jahre Whisky hergestellt. Dieser wurde zunächst hauptsächlich in Japan selbst konsumiert. Aufgrund seiner hohen Qualität erfreut sich der japanische Whisky mittlerweile jedoch weltweit großer Beliebtheit. Angebaut wird das benötigte Getreide vor allem in den kühleren Gebieten im Norden des Landes. Hier ist aufgrund der niederen Temperaturen kein Reisanbau möglich. Die Japaner orientieren sich bei der Herstellung in erster Linie am schottischen Maltwhisky. Dabei geht die Begeisterung für den schottischen Whisky soweit, dass sich bereits mehrere japanische Hersteller bei schottischen Brennereien eingekauft haben. Übrigens steht die größte Whiskybrennerei der Welt heute in Osaka. Hinter den großen Whisky Nationen Schottland, Irland, USA und Kanada liegt Japan weltweit an fünfter Stelle. Japanischer Whisky wird heute auch als Single Malt hergestellt. Einige der besten Sorten kommen aus der Eigashima Distillery in der Nähe von Kobe. Diese stellten 2007 erstmals einen 8 Jahre alten Single Malt Whisky aus eigener Herstellung vor. Von diesem zeigte sich die internationale Fachwelt durchaus begeistert und so verwundert es nicht, dass er bei einigen Wettbewerben vor den bekannten schottischen Whiskys lag. Viele Menschen mögen den japanischen Whisky besonders wegen seiner Weichheit und seines fruchtigen Aromenspiels. Fruchtige Noten aus Aprikosen, Pfirsichen und Äpfeln werden dabei mit einer feinen Würze von Holz, Zimt und Pfeffer kombiniert. Der erfolgreichste Whisky aus Japan ist der Yamazaki, welcher bereits seit 1984 auf der ganzen Welt verkauft wird. Dabei gibt es neben einer 12 Jahre alten auch eine 18 Jahre alte Abfüllung. Beide Abfüllungen wurden im Laufe der Jahre bereits mehrfach ausgezeichnet und haben unter anderem die ISC und SWSC Goldmedaille erhalten.