Dass Gold im Moment eines der werthaltigsten Anlageobjekte ist, hat sich bereits herumgesprochen. Immer mehr Investoren satteln um und kaufen Goldbarren. Aber flüssiges Gold als Geldanalage? Das klingt schon reichlich absurd. Faktisch kann man derzeit tatsächlich in Whisky investieren und dabei ansehnliche Renditen einfahren. Aber bitte jetzt nicht gleich alles in Whisky investieren! Er ist sicherlich nicht geeignet, um die Altersversorgung zu sichern oder um das Privatvermögen zu schützen. Allerdings gibt es schon ein paar Spezialabfüllungen, gerade von schottischen Single Malts, die schon herausragende Renditen erzielt haben. Laut einem Whisky-Experten hat Whisky alle Eigenschaften, die ein Anlagegut ausmachen und vor allem, die es wertvoll machen. Er steht nicht unbegrenzt zur Verfügung; darüber hinaus verbraucht er sich auch noch und wird so früher oder später an Wert zulegen. Das gilt freilich für die besonderen Abfüllungen, nicht unbedingt für den Whisky aus dem Supermarkt. Whisky hat eine große Fangemeinde auf der ganzen Welt. Man kann ihn leicht transportieren und anonym kaufen. Es ist weder Ageltungssteuer noch eine andere Vermögenssteuer darauf zu entrichten. Immer wieder ist von Auktionen zu lesen, bei denen schon für so manchen Whisky Spitzenpreise erzielt wurden. So gab es beispielsweise einen Whisky aus dem Jahr 1919. Die Flasche war, als sie geöffnet wurde, 55.000 Euro wert und wurde für 1.250 Euro pro Glas verkauft! Dabei handelte es sich um den Springbank 1919. Han van Wees, so der Name des Whisky-Liebhabers, der die Flasche verkaufte, hat den Whisky im Jahr 1970 für rund 450 Euro erstanden. Wer kann mal rasch die Rendite ausrechnen? Das ist aber noch lange nicht der Höchstpreis, der schon erzielt wurde. Im Sieben-Sterne-Hotel „Burj al Arab“ gibt es eine 55 Jahre alten Whisky, aus dem Cocktails bereitet werden. Ein Glas davon kostet umgerechnet 4.690 Euro. Aber auch weniger Erlös kann eine stattliche Rendite ergeben. Bei einfachen Whisky-Auktionen werden schon Preise von 8.000 Euro und mehr für einen Ardbeg oder einen Bowmore aus den 1960er-Jahren erzielt. Also mit ein bisschen Fingerspitzengefühl kann man damit sicherlich Geschäfte machen …