Hier geht es darum, wie Whisky zu unserem Essen passt. Sollen wir ihn vorher trinken oder hinterher, während des Essens oder vielleicht sogar am Essen? Also schottische Köche sprechen da schon eigenwillige Empfehlungen aus. Whisky als Aperitif ist dort genauso gerne gesehen, wie Whisky als Digestif und auch zum Hauptgang kann er passen. Man muss nur jeweils den richtigen auswählen. Das ist schon etwas merkwürdig und dann soll der gute Tropfen auch noch zur Zubereitung verwendet werden. Vor dem Essen einen Aperitif zu trinken, ist bei vielen Gelegenheiten eine schöne Sache. Er regt den Appetit an, es gibt Gelegenheit, sich kennenzulernen oder einfach nur nett zu plaudern, während man auf das Essen wartet. Als Aperitif sollte ein Whisky gewählt werden, der noch jung ist, 10 oder 12 Jahre alt sollte da ausreichen, wie zum Beispiel ein Bruichladdich ROCKS. Der Islay-Whisky mit seiner feinen Bourbonnote und dem komplexen Aroma nach Granatapfel und Gewürzen eignet sich dafür ganz besonders. Als Digestif wurden immer gern Congac oder Edelbrände aus Obst getrunken. Aber was spricht dagegen, einen Whisky nach dem Essen zu genießen? Wie wäre es da zum Beispiel mit einem Caol Ila? The Secret Treasures von 1990 wäre einen Versuch wert. Er soll schön rauchig sein mit einem langanhaltenden, würzigen Finish, eben einfach typisch Islay-Whisky. Man muss dabei eben ein bisschen probieren. Zu Beginn sollten immer die milden Whiskys gewählt werden, die wenig bis gar kein Rauch- oder Torfaroma haben und die auch nicht nach Meer, nach Salz schmecken. Am Ende kann ein süßer Bourbon ein guter Abschluss sein. Und natürlich kommt es auch darauf an, was serviert wird. Je kreativer da der Küchenchef ist, desto ausgefallener darf auch der Whisky sein. Aber damit nicht genug. Mit einem Schuss Whisky wird aus einer feinen Soße ein Geschmackserlebnis, auch zu verschiedenen Dessertkreationen lässt sich so mancher Whisky verwenden. Wie wäre es mit einem Mousse-au-Chocolate mit Whisky oder einem Himbeer-Whisky-Dessert? Lassen Sie sich inspirieren!