Was ist eigentlich der Unterschied?  Laut Aussage einiger Whiskygenießer ist Single Malt der einzig Wahre. Rein und unverfälscht. Aber was ist dran am Mythos Single-Malt-Whisky?  Ein Single-Malt-Whisky wird ausschließlich aus gemälzter Gerste hergestellt – das nennt man auch „Malt“ – und kommt nur aus einer einzigen Brennerei, wohl aber dürfen die Jahrgänge vermischt werden. Nach der Reifung in Eichenfässern für mindestens 10-15 Jahre wird der Single-Malt direkt in Flaschen abgefüllt. Beispiele für Single Malt gibt es von Laphroaig Bowmore oder Glenfiddich.  Ein Blend-Whisky entsteht, wenn ein Single-Malt oder Malt (hierbei dürfen auch die Jahrgänge nicht untereinander vermischt sein) mit einem Grain-Whisky – dieser wird aus ungemälzter Gerste oder aus ungemälztem Weizen, Mais oder Roggen hergestellt – vermischt wird. Es handelt sich also um einen verschnittenen Whisky, der aus bis zu 50 verschiedenen Malts und Grains bestehen kann. Die unterschiedlichen Sorten können sogar aus verschiedenen Brennereien kommen. Blend-Whisky gibt es beispielsweise von Jonny Walker, Chivas Regal oder Ballantines. Die Erfindung dieses Verfahrens wird Andrew Usher (Mitte des 19. Jh.s) zugeschrieben.  Das Herstellen von Blend-Whisky wurde entwickelt, damit man einen Whisky von immer gleichbleibender Qualität und gleichem Geschmack erhält. Single-Malts hingegen haben wohl einen einheitlichen Hausstil, in Bezug auf Geruch, Geschmack und Farbe, können aber von Fass zu Fass unterschiedlich sein.  Einen Single-Malt genießt man am besten pur oder mit Quellwasser vermischt und bei Raumtemperatur – nur so kann er all seine Geschmacksnuancen entfalten. Einen Blend-Whisky kann man auch auf Eis trinken oder in einem Whisky-Cocktail. Das kann dem Geschmack und der Weichheit durchaus zugutekommen.  Entscheiden Sie nun selbst. Für mich ist der Single-Malt mit Abstand der einzig Wahre.