Dieser neue Single Malt Whisky reiht sich sehr schlüssig in die bestehende Produktpalette der bekannten Lowland-Destillerie Auchentoshan ein, signalisiert doch auch der Auchentoshan American Oak durch seinen Namen ganz eindeutig: Das Holz ist uns wichtig! Wie schon beim bekannten und beliebten Three Wood und beim kürzlich eingeführten Virgin Oak spielen die Fässer, in denen der Whisky heranreifte, bei der Namensgebung eine zentrale Rolle.

 

Nur First-Fill-Fässer

Auchentoshan American Oak Flasche und Karton

Wer sich ein wenig mit Whisky und seiner Lagerung auskennt, wird jetzt vielleicht sagen: „Aber an der Lagerung in amerikanischer Eiche ist doch für einen Whisky nichts Besonderes. Alle Bourbons lagern darin und die Mehrzahl der Malt Whiskys auch!“ Das stimmt natürlich und eigentlich ist die Bezeichnung Auchentoshan American Oak auch nicht genau genug: Ein wesentliches Merkmal der hierfür verwendeten Fässer ist nämlich, dass es sich durchgehend um first-fill-Fässer handelt. Damit ist nicht gemeint, dass der schottische New Spirit der erste Alkohol ist, der in dem Fass lagert, so wie es beim Auchentoshan Virgin Oak der Fall ist. Nein, es handelt sich um Ex-Bourbon Fässer, Second-Hand-Ware also - das „first fill“ bezieht sich auf die erste Füllung nach dem Bourbon. In der Regel werden für Abfüllungen eines Standard Whiskys Fässer gemischt, die ein, zwei und sogar dreimal Single Malt Whisky in sich trugen.

Auchentoshan American Oak ist Nachfolger des Auchentoshan Classic

Dass der Auchentoshan American Oak nur aus first fill Bourbon-Fässern stammt, sorgt für intensivere Geschmacksnoten und für intensivere Farbe (die allerdings bei Auchentoshan durch Färben sowieso gesteuert wird), da zwischen dem Holz dieser Fässer und dem Alkohol noch eine rege Wechselwirkung stattfinden kann. Wie es heißt, soll dieser Auchentoshan American Oak den bisherigen Standard der Brennerei, den Auchentoshan Classic, ablösen. Bei dem war die Garantie „first fill“ nicht gegeben, so dass man geschmacklich eine Steigerung erwarten sollte. Allerdings muss man natürlich berücksichtigen, dass wie beim Classic auch hier beim Auchentoshan American Oak keine Altersangabe erfolgt und der Faktor Lagerzeit ebenso einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung des Single Malts hat. Es hilft also nur eins, um herauszufinden, ob der Auchentoshan American Oak ein würdiger Nachfolger ist: Ausprobieren und vergleichen.