Ardbeg, eine sehr alte Brennerei, deren Anfänge in das Jahr 1794 zurückreichen. Damals wurde der Whisky schwarz gebrannt und geschmuggelt. Legal gibt es die Brennerei seit etwa 1815, als John McDougall die Brennerei offiziell unter dem Namen Ardbeg gründete. Seit 2004 gehört Ardbeg zu Moët Hennessy Louis Voutton S.A. Die Destillerie ist in der Region Islay in Schottland beheimatet, wo normalerweise besonders kräftige Whiskys herkommen. Ein prämierter und allseits beliebter Whisky dieser Destillerie ist der Ardbeg Ten. Er wird normalerweise als rauchig und süß charakterisiert, mit einem Hauch von Zimt und Schokolade und einem rauchigen Finish. Er schmeckt wohl aus einem leicht bauchigen Tumbler am besten. Der Geruch des Ardbeg Ten entfaltet sich langsam während des Einschenkens. Er riecht stark nach Rauch und Torf, nach salzhaltiger Luft. Das Torfaroma ist wirklich sehr intensiv und bleibt auch noch lange im bereits ausgetrunkenen Glas hängen. Probiert man ihn dann, nachdem man ausgiebig seine Aromen mit der Nase genossen hat, ist der Ardbeg Ten am Anfang leicht süß, am Gaumen entsteht der Eindruck von feuchtem Rauch, bevor der Geschmack nach schwarzem Pfeffer zum Vorschein kommt. Er schmeckt fast wie eine qualmende, große Cohiba. Im Abgang schmeckt er nach salzigem Cheddarkäse, nach frischem schwarzem Pfeffer und er brennt leicht, bis ganz nach unten kann man das spüren. Der Ardbeg Ten ist ein schwerer Whisky, den ich nicht für Anfänger empfehlen würde. Was sein Geruch verspricht, diesen Rauch, Torf und das Holz, das hält sein Geschmack. Dazu passt bestens eine wirklich gute Zigarre, vielleicht eine Cohiba Corona.