Spey CascadeIm Frühjahr hat Diageo mit Sunray und Tailfire eine neue Generation von Singleton of Dufftown - Whisky eingeführt. Mitte August folgt nun der Singleton of Dufftown Spey Cascade. Auch mit diesem Single Malt geht Diageo den Weg weiter, den das Unternehmen als „flavour led“ - vom Geschmack geleitet- bezeichnet: Auf die Altersangabe wird verzichtet. Master Blender Dr. Matthew Crow steht auf diese Weise ein breiteres Repertoire an Fässern zur Verfügung, aus denen er den Singleton of Dufftown Spey Cascade zusammenstellt.

Die Kombination der Fässer ist entscheidend

„Speziell ausgewählte Eichenholzfässer“ heißt es in der offiziellen Pressemitteilung. Ich habe Thomas Plaue, seines Zeichens Master of Whisky bei Diageo, gebeten, diese Information vielleicht ein wenig zu präzisieren, was er auch gerne gemacht hat: Die Brennerei Dufftown arbeitet gleichermaßen mit Ex-Bourbon wie auch mit Ex-Sherry-Fässern und variiert die Zusammenstellung je nach Abfüllung. Beim Sunray waren es bevorzugt Ex-Bourbon-Fässer, beim Tailfire überwiegend Sherryfässer. Bei diesem neuen Spey Cascade ist das Verhältnis der beiden Fassarten ausgewogen und geht eher ein wenig in Richtung Sherryfässer. Nicht nur das Verhältnis von Bourbon- und Sherryfässern ist hier aber wichtig in puncto Geschmackssteuerung, sondern auch das Alter des Fasses, in das der New Make einst eingefüllt wurde: First Fill und Rejuvenated Fässer ergeben eher frische und kräftige Noten, während ältere Refill-Fässer komplexe und füllige Charakterzüge beisteuern sollen.

Von Äpfeln, Nüssen und Erde

Was geschmacklich beim neuen Singleton of Dufftown Spey Cascade herauskommt, konnte ich selbst leider noch nicht testen. Die offiziellen Tastingnotes sprechen von frischen, fruchtigen Noten von gebackenen Äpfeln und Marmelade in der Nase und verheißen am Gaumen die Fruchtigkeit von eingekochten Äpfeln, gerösteten Nüssen und erdigen Anklängen. Ein kurzer, öliger Nachklang mit Noten von Lakritze, Kirschen und dunkler Schokolade, die in Kräuter- und Teenoten übergehen, beschließt das Geschmackserlebnis demnach. In Kürze sind wir schlauer und können uns davon überzeugen, ob wir die Abstufung „gebackene Äpfel“ und "eingekochte Äpfel“ selbst auch nachvollziehen können. Der Preis dürfte einem Test jedenfalls nicht im Wege stehen: Mit 25,99 Euro UVP spielt der Speysider noch in einer Liga, in der man einen Probekauf auf jeden Fall wagen kann. Bild: mer / Diageo Deutschland GmbH