Wer liebt sie nicht, die toll gemischten, bunt zusammengerührten, leckeren und hochprozentigen Getränke mit dem gewissen Etwas? Naja, ein eingefleischter Whisky-Genießer oder ein Weintrinker wird jetzt sagen: Wie kann man nur? Aber die meisten anderen verstehen mich, wenn ich sage, dass diese Getränke mir immer ein Lächeln entlocken, nicht alle, aber immer mehr.

Und gerade dem Whisky, einem sehr markanten Getränk, das seinen eigenen Geschmack hat und sehr eigenwillig sein kann, ist es zu verdanken, dass die Cocktailkultur überhaupt entstanden ist. Das glauben Sie nicht? Es lag im 19. Jahrhundert in Nordamerika vielleicht auch an der Qualität dieses Getränkes, das wahrscheinlich einen sehr strengen Geschmack nach Schlechtgebranntem hatte, dass man schon damals versuchte, das Getränk zu „entschärfen“ und beispielsweise Honig, Limonade oder Fruchtsaft beimischte. Das müssen wohl die Vorläufer der heutigen Cocktails gewesen sein.

Heute mischt man Cocktails nicht mehr, weil man den schauderhaften Geschmack eines minderwertigen Schnapses verdecken möchte. Heute macht man das aus Lust am Genuss. Im Sommer gibt es natürlich Publikumslieblinge wie zum Beispiel einen leckeren Pina Colada mit dem Geschmack nach Südsee und Urlaub, mit Ananas und Kokos. Wer es lieber etwas herber mag, der wird von einem Caipirinha begeistert sein. Der brasilianische Schnaps aus Zuckerrohr, der diesem Cocktail sein unvergleichliches Aroma gibt, vermischt sich mit Limone und Zucker zu einem tollen Cocktail, der sehr erfrischend sein kann.

Und mit Whisky lassen sich auch ein paar Klassiker kreieren. Es muss ja nicht der wirklich exquisite Whisky aus dem Geheimfach sein, aber billigen Fusel sollte man auch nicht verwenden. Der Klassiker schlechthin ist der „Old Fashioned“, ein bisschen Whisky, ein bisschen Orange und Zitrone, Angostura und Eis, das sind die Zutaten. Mit ein oder zwei Cocktailkirschen wird er noch dazu ein Augenschmaus. Den sollten auch Whisky-Liebhaber einmal probieren. Oder der „Manhattan“ mit Vermouth, Angostura, Eis und Kirsche ein echter Genuss. Ein weiterer Klassiker ist der „Whisky Sour“ aus Scotch, Zitrone und Zuckersirup. Sie sehen schon, Whisky-Cocktails sind nicht unbedingt etwas für Süßschnäbel, mehr was für Genießer. Aber sie sind alles andere als langweilig.