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Whiskyherstellung – Die Rohstoffe

Wenige Grundzutaten sind es, die zur Herstellung des Whiskys nötig sind – überraschend wenig, wenn man bedenkt, wie unterschiedlich die Endprodukte sind. Doch steckt in jedem einzelnen der Rohstoffe eine Bandbreite an Variationsmöglichkeiten.

 

Getreide

Gerste, Mais, Roggen, Weizen oder Hafer sind die Lieferanten der Stärke, die im weiteren Verlauf in Zucker umgewandelt wird und dadurch die alkoholische Gärung erst möglich macht. Welches Getreide verwendet wird und ob es gemälzt wird oder nicht, hängt vom Verwendungszweck und von der Sorte Whisky ab, die entstehen soll. Der Bedarf an Getreide ist groß und die schottischen Gerstenfelder reichen längst nicht mehr aus, um den Bedarf zu decken. So wird aus dem Ausland hinzugekauft – womit die Schotten zumeist England meinen…

 

Wasser

Eine gute, saubere Quelle ist der Ausgangspunkt jeder Whiskyproduktion. Die Qualität des Wassers beeinflusst den Geschmack des Whiskys, denn es transportiert auf seinem Weg durch den felsigen Boden, durch Torf oder Heide Geschmacksstoffe mit sich. Der Wasserbedarf einer Destillerie ist enorm groß. Selbstverständlich denkt man dabei zunächst an das Wasser, das dann später den Whisky in der Flasche ergibt. Aber das ist nur ein geringer Anteil gemessen am Gesamtverbrauch. Während der verschiedenen Herstellungsprozesse wird wieder und wieder Wasser zugegeben und abgelassen. Außerdem wird viel Wasser für Kühlungszwecke gebraucht. Dass Destillerien also meistens in regen- und wasserreichen Gebieten zu finden, überrascht nicht!

 

Hefe

Um den aus der Maische gewonnenen, gelösten Zucker in Alkohol umzuwandeln, wird Hefe benötigt, die diesen Prozess vorantreibt. Früher wurde dazu normale Bierhefe verwendet, mittlerweile gibt es spezielle Hefemischungen aus Brau- und Brennhefen.

 

Torf

Der Rauch, der beim Verbrennen von Torf entsteht, wird beim Mälzen von Gerste dazu verwendet, dem Malz und damit auch später dem Whisky einen rauchigen Geschmack zu verleihen. Je mehr Torf verwendet wird, umso rauchiger schmeckt der Whisky. Gemessen werden diese Inhaltsstoffe im Whisky in ppm= parts per million.

 

Holz

Wer sich jetzt verwundert fragt, an welcher Stelle dem Whisky denn wohl Holz zugesetzt wird, dem sei gesagt: In der längsten Zeit der Whiskyherstellung! Die jahrelange Lagerung in Holzfässern ist nämlich auch Teil der Whiskyherstellung und die meisten Geschmacksanteile erhält der Whisky während dieser Zeit über den Austausch mit dem Holz. Bei dem Holz, aus dem die Fässer hergestellt werden handelt es sich um amerikanische oder europäische Eiche.

 

Zuckercouleur

Puristen rümpfen die Nase, doch es lässt sich nicht leugnen, dass viele Whiskys gefärbt angeboten werden. Minimalste Zugaben von Zuckercouleur garantieren, dass der Whisky immer dieselbe Farbe hat, ganz egal, wie er aus dem Fass kam. Auch das Auge kauft mit und die Farbe ist manchmal Teil des Marketings. Einfluss auf den Geschmack hat diese Färbung nach Angabe von Fachleuten nicht – aber über Geschmack wird natürlich immer gerne gestritten…

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