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Whiskyherstellung –  Die Abfüllung

Wann welches Fass reif für die Abfüllung in Flaschen ist und ob der Whisky für eine  Einzelfassabfüllung, eine Standardabfüllung oder ein Blending verwendet wird, entscheidet der Blendmaster. Auch der Verkauf ganzer Fässer an unabhängige Abfüller, die den Whisky dann später nach eventueller weiterer Lagerzeit oder einem Finish mit ihrem Label weiterverkaufen, ist üblich. Abgefüllt, gelabelt und verpackt wird nur noch in wenigen Destillerien selbst, sondern meist in zentralen Abfüllanlagen der Gesellschaften und Konzerne. Doch egal, wann oder was abgefüllt wird, fest steht: Sobald der Whisky in der Flasche ist, reift er nicht mehr. Aus einem 10jährigen Whisky wird also kein 20jähriger edler Tropfen, wenn Sie ihn für 10 Jahre in Ihren Keller legen!

 

Über Alkoholgrad und Reinheit

Der Alkoholgrad der Fässer ist bei der Abfüllung unterschiedlich und wird (mit Ausnahme bei  Einzelfassabfüllungen) auf die gewünschte Trinkstärke reduziert, die in der Regel zwischen 40 und 46 Vol. % liegt. Dazu wird idealerweise das gleiche Quellwasser wie bei der Whiskyherstellung verwendet – aber eben nur idealerweise! Da sich die Abfüllanlagen oft weit entfernt von den Destillerien befinden, wird dieser Anspruch kaum noch erfüllt. Damit keine kleinen Holzpartikel und Schwebstoffe im Whisky verbleiben, wird bei der Abfüllung gefiltert. Kaltgefilterte (chill filtered) Whiskys weisen später bei Kälteeinwirkung oder beim Verdünnen mit Wasser keine Trübungen auf, weil die sie verursachenden Fette und anderen Stoffe durch dieses Verfahren ebenfalls entfernt werden. Wer diese eventuellen Trübungen in Kauf nimmt, um den Whisky möglichst natürlich zu genießen (unbestreitbar sind die bei der Kältefiltrierung verloren gehenden Stoffe auch Geschmacksträger), sollte auf dem Etikett auf die Bezeichnung non chill filtered achten.

 

Fassabfüllung bei Arran

Über die Farbe

Ebenfalls ein Tribut an optische Ansprüche ist das Färben des Whiskys mit Zuckercouleur (caramel). Der englische Name dieses natürlichen Farbstoffes löst bei vielen Ablehnung und Geringschätzung aus, da er vermuten lässt, dass er zu einer Geschmacksveränderung des Whiskys beiträgt. Dies ist aber nicht der Fall, eine äußerst minimale Zugabe kann einen großen farblichen Unterschied machen, eine Geschmacksveränderung kann aber nicht festgestellt werden. Die Einwände vieler Whiskyliebhaber, die einen Zusatz nur wegen des Anspruchs einheitlicher Farbe nicht nachvollziehen können, sind aber verständlich und viele Hersteller vermerken deshalb ein „uncoloured“ oder „non-caramel“ quasi als Gütezeichen auf dem Label. Aber Achtung: In Deutschland besteht die Kennzeichnungspflicht, wenn gefärbt wurde, in vielen anderen Ländern aber nicht! Ein Schotte weiß selten, ob der Whisky, den er trinkt, gefärbt ist oder nicht.

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