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Dalwhinnie

Der Name der mit 326 Metern höchstgelegenen schottischen Brennerei Dalwhinnie weist bereits auf ihre gute strategische Lage hin: „Versammlungsort“ bedeutet er. Hier kreuzten sich früher die Wege, auf denen Vieh getrieben und auch Whisky geschmuggelt wurde. Wer die Gegend von Ost nach West durchqueren wollte, der musste durch das Spean-Tal. Die Nord-Südverbindung von der Speyside nach Perth stellte das Spey-Tal dar. Und im Kreuzungspunkt: Dalwhinnie. Inmitten der mächtigen Monadhlaith Mountains, der Grampians und der Cairngorms schmiegt sich der gleichnamige Ort ins Tal hinein. Der Bau der Eisenbahn an diesem so zentralen Punkt steigerte die Bedeutung des Ortes Dalwhinnie und machte die Entscheidung, hier eine Destillerie zu bauen, nachvollziehbar. Nicht weit entfernt vom heutigen Standort der Destillerie baute Prinz Charles Stuart 1745 sein Feldlager auf. Angenehm lagerten sie vermutlich nicht: Der Ort Dalwhinnie ist als kältester Ort Schottlands bekannt und als solcher sogar offiziell ausgezeichnet worden!

 

Eine bewegte Geschichte

Unter dem Namen Strathspey gründeten John Grant, George Sellar und Alexander MacKenzie mit dem Kapital von 10.000 Pfund hier im Zentrum der Highlands 1897 eine Destillerie. Doch es dauerte nicht lange bis zum wirtschaftlichen Misserfolg und A.P.Blythe & Sons kauften die Brennerei 1888 und benannten sie in Dalwhinnie um. Doch schon nach sieben Jahren mussten auch sie das Handtuch werfen: Durch eine Versteigerung wurden Cook & Bernheimer die neuen Besitzer. Sie waren große amerikanische Destiller und somit die ersten Ausländer im Besitz einer schottischen Destillerie. Während der amerikanischen Prohibition gelangt Dalwhinnie 1919 wieder in schottische Hände zurück und Macdonald Greenlees übernehmen das Ruder. Doch im Zuge von Übernahme müssen sie es weitergeben, 1924 an Distillers Company, 1930 folgen Scottish Malt Distillers.

Eine große Tragödie ist ein Feuer im Jahr 1934, das fast die gesamte Zerstörung der Destillerie zur Folge hat. Nach vier Jahren wird wieder eröffnet – ein schlechter Zeitpunkt, denn der Ausbruch des Weltkrieges bedeutet Weizenknappheit und erneut zweijährige Produktionseinstellung. Doch dann geht es aufwärts. Es wird renoviert und modernisiert. In großem Maße 1986 und dann wieder 1992, ein Jahr nach dem Bau eines großen Besucherzentrums. Stolz erfolgt 1995 eine glanzvolle Wiedereröffnung. Mittlerweile gehört Dalwhinnie durch Zusammenschlüsse zu United Distillers, damit zur großen Diageo-Familie und ist zum Classic Malt aufgestiegen und reiht sich somit zu Single Malts wie Lagavulin 16 Jahre und Talisker 10 Jahre ein.

 

Würzig und weicher Single Malt

Dalwhinnie ist stolz auf die Qualität seines Wassers und schreibt ihm einen großen Anteil am erstklassigen Geschmack zu: Würzig, mit Honig- und Heidekrautnoten und einer Spur von Zitrus und Torf überzeugt die 15-jährige Classic-Malt-Abfüllung. Ein sehr langer süßer, leicht torfiger Nachklang ist dem Dalwhinnie eigen. In der Distillers Edition finden sich durch die zweite Reifung in Sherryfässern viel trockene, süße Aromen von Trauben und Honig.

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Dalwhinnie Facts & Figures

Gegründet

1965

Besitzer

Diageo

Region

Highlands

Wasser


Lochan an Doire Uaine

Ausstattung

Wash Backs 6

Mash Tun 1

Wash Stills 1 (17.000 l)

Spirit Stills 1 (14.000 l)

Jahresproduktion

 

Adresse

Dalwhinnie, Inverness-shire, PH19 1AB

01528-672219

Homepage

http://www.malts.com

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