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Jack Daniel`s

Wenn vom Tennessee-Whiskey die Rede ist, denkt jeder automatisch an Jack Daniel’s. Mit George Dickel gibt es zwar in diesem sehr gläubigen Staat, indem man vielerorts überhaupt keinen Alkohol kaufen kann, eine zweite Whiskeydestillerie, aber sie hat längst nicht den Stellenwert wie der große Bruder in Lynchburg.

Die Ausgangsbasis für Jack Daniel’s Whiskey ist 80% Mais, 12% Roggen und 8% Gerste.

Bei Jack Daniel’s wird nur einmal destilliert; ein Doubler unter den Beer Stills, die für die kontinuierliche Destillation sorgen, bewirkt nur eine weitere Destillation des Dampfes vom Bier- Erhitzer, keinen zweiten Brand. Deshalb ist der Jack Daniel’s im Vergleich zu anderen Whiskeys sehr schwer und ölig.

Der Tennessee-Whiskey unterscheidet sich vom Bourbon durch das sogenannte Charcoal-Mellowing, die Filterung des Feinbrandes (vor dem Lagern in den Fässern!) durch Holzkohle. Um diese Holzkohle herzustellen, werden große Balken von Zuckerahorn in Scheiterhaufenform  in Brand gesetzt, mit Wasser gelöscht und so verkohlt. Anschließend wird alles in kleine Stücke zerbrochen. Dies geschieht alles auf dem Gelände von Jack Daniel’s in einer speziellen Anlage, in der die entstehenden Rußpartikel abgesaugt werden. Der gebrannte Alkohol tropft dann stetig durch eine drei Meter dicke Holzkohleschicht, braucht für diesen Weg ungefähr vier Tage und erhält durch diese Filterung eine Milde, die dem öligen Einmaldestillat gut tut.

Die verwendeten Fässer stellt Jack Daniel’s aus Weiß-Eiche in der angeschlossenen Bluegrass Cooperage Company selbst her. Whiskey kommt immer in neue, unbenutzte Fässer. Um das Holz vorzubereiten, den darin enthaltenen Zucker zu karamellisieren und für gute Aromen zu sorgen, werden die Fässer getoastet.

Jack Daniel’s  führt seit Jahren die Hitliste der meistverkauften Whisk(e)ys an.

 

Eine Klasse für sich

Jasper „Jack“ Daniel wuchs bei Dan Call auf, einem Freund der Familie (so nennt ihn jedenfalls die Jack-Daniel’s-Homepage – andere Quellen sprechen auch vom Onkel), da er mit seiner Stiefmutter nicht zurechtkam. Call war Pfarrer, betrieb aber nebenher auch eine kleine Whiskeybrennerei, in der Jack Daniel das Handwerk erlernte. Als Call beschloss, sich von der Brennerei zu trennen, übernahm der erst 13 Jahre alte Daniel Brennblase und Gerätschaften und verlegte sie nach einer Weile nach Lynchburg in die Cave Spring Hollow, wo sich das Unternehmen noch heute befindet. 1866 ließ er die Destillerie offiziell und als erste in den USA registrieren. Er zog mit seinem Pferdewagen selbst durch die Lande und lieferte seinen Whiskey aus. Richtig bekannt wurde Jack Daniel’s dann 1904, als er auf der Weltausstellung in Saint Louis mit der Goldmedaille ausgezeichnet wurde. Daniel heiratete nie und als er 1911 an den Spätfolgen einer Infektion am Fuß (er hatte wütend gegen einen Safe getreten…) starb, führte sein Neffe Lem Motlow, der ihn schon längere Zeit in der Brennerei unterstützte, den Betrieb weiter. Die Prohibition zwang Motlow, die Destillerie in Lynchburg für Jahre zu schließen. Doch man verlegte die Produktion kurzerhand nach St. Louis und tatsächlich stellte Jack Daniel‘s 23 Jahre lang Missouri Bourbon her! Nach der Prohibition in Tennessee setzte Motlow, das erfolgreiche Geschäft dort fort und erreichte 1944 die offizielle Anerkennung der amerikanischen Regierung, dass der Tennessee Whiskey sich durch sein Herstellungsverfahren vom Bourbon unterscheidet. Er erhielt eine eigenständige Klassifizierung. Motlow starb 1947. Nach dem zweiten Weltkrieg, in dem der Alkohol der Daniels-Brennerei für Zwecke der Waffenindustrie genutzt wurde, kaufte das Unternehmen Brown-Forman den Betrieb. Geschicktes Marketing, eine aufsehenerregende Anzeigenkampagne und die enge Zusammenarbeit mit dem Heimatstädtchen der Brennerei machten Jack Daniel’s und Lynchburg weltberühmt und verknüpften beide unzertrennlich miteinander. In Lynchburg kann man bis heute übrigens nirgends Alkohol kaufen, nur in der Destillerie gibt es einige wenige Sonderabfüllungen.

 

Black, Green und Gentleman

Woher das berühmte Label Jack Daniel’s Old No. 7 (bekannt auch als Black Label) seinen Namen wirklich bekam, ist ein großes Geheimnis geblieben. Die Mutmaßungen gehen von „Es war der siebte Versuch, das siebte Rezept von Jack Daniel“ bis zu „es war eine Eisenbahnfrachtnummer auf einem Fass“. Egal – Old No. 7 ist die bekannteste Marke, die Whiskey überhaupt zu bieten hat. Er wird mittlerweile mit einem Alkoholgehalt von 40 % vertrieben, bis in die 90er Jahre hinein waren es noch 43 %. Eine Altersangabe findet sich nicht. Karamell und Vanille prägen den Whiskey, auch Lakritze und Toffee sind zu ahnen. Er ist äußerst trocken und Süße und Holz treten deutlich hervor. Zu Lebzeiten von Jack Daniel wurde sein Whiskey übrigens durchweg mit grünem Label verziert, das Black Label kreierte sein Neffe erst anlässlich des Todes seines Onkels.

Der heutige „Green Label“, nicht überall erhältlich, ist etwas jünger, wird als 4-jähriger abgefüllt. Einige Monate eher als der Black Label, der Experte Jim Murray spricht von mindestens 18 Monaten. Durch die Lagerung der Fässer im Freien ist der Luftaustausch der Fässer viel größer.

„Gentleman Jack“ wird nicht nur wie üblich einmal kohlegefiltert, sondern nach dem Reifen im Fass ein zweites Mal. Er ist besonders mild – Spötter sagen, dass so auch das letzte bisschen interessante Aroma herausgefiltert wird….

Auch als Einzelfassabfüllung, „Single Barrel“, wird Jack Daniel’s angeboten.

 

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Jack Daniel`s Facts & Figures

  Gegründet

 1866

  Besitzer

 Brown-Forman

  Region

 Tennessee

  Wasser

 Höhlenquellenwasser

  Ausstattung

 Wash Backs 16

 Beer Still 4

  Jahresproduktion

 

  Adresse

 Route 1, Lynchburg, TN 37352

 1 502 585-11001

  Homepage

 http://www.jackdaniels.com

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