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Cooley

Wer nach der Cooley Destillerie an der Ostküste Irlands sucht, muss gut nach ihr Ausschau halten, bis er sie am Rande des Örtchens Dundalk findet. Dass sie so verborgen liegt, ist aber nicht schlimm: Sie ist der Öffentlichkeit nicht zugänglich und außerdem ist sie nicht gerade eine Augenweide. Vergessen Sie die malerischen, alten Destillerien mit Pagodendächern und weiß getünchten Gebäuden – Die Cooley Destillerie ist ein nüchternes grünes Fabrikgebäude. Das liegt daran, dass ihr das Dasein als Whiskeydestillerie nicht in die Wiege gelegt wurde. Früher wurde hier aus Kartoffeln Alkohol hergestellt, der als Benzinzusatz diente. Später auch genießbarer Alkohol, der für Wodka wie Smirnoff verwendet wurde.

 

Der Kampf ums Überleben gelingt

Als sich John Teeling in den 1970er Jahren bei seinem Studium in Cambridge mit der irischen Whiskeyindustrie beschäftigte, wuchs in ihm die Idee heran, das schlummernde Potential neu zu wecken. Es gelang ihm nicht, 1987 die Irish Distillers zu erwerben, denen die gesamte verbliebene Whiskeyproduktion in Irland unterstand und unterlag mit seinen Bemühungen dem Konzern Pernod Ricard. Als Alternative fand er die Cooley-Distillery und investierte das Geld, das er mit seinen Partnern zusammengetragen hatte, in eine mashtun aus der Moffat Distillery, stills aus der Old Comber Distillery in Belfast und aus der schottischen Ben Nevis Destillerie. Er entschied sich dafür, Malt in Pot Stills nach schottischer Manier zweifach zu brennen und in den vorhandenen Säulenbrennapparaten Grain Whisky herzustellen, um Blends zu erzeugen.

Aus Platzmangel erstand er die stillgelegte Kilbeggan Destillerie, auch unter dem Namen Locke Distillery bekannt, um deren Lagerhäuser zu nutzen. Sie wird mittlerweile auch für alle repräsentativen Zwecke genutzt Und nun wird es kompliziert: Neben dem Recht, Single Malt unter dem alten bekannten Namen Old Tyrconnell anzubieten und auch das berühmte Label mit dem Rennpferd zu benutzen, wird mittlerweile auch in Kilbeggan wieder gebrannt – aber kein eigentlicher Kilbeggan, sondern nur der zweite Brand des in Cooley erzeugten Rohbrandes.

 

Weich und ungetorft

Es sind etliche Produkte mit unterschiedlichen Namen, die Cooley Distillery plc. herstellen und vertreiben.

Connemara heißt der eigene, neu geschaffene Single Malt, der für irischen Whiskey ganz untypisch aus getorftem Malz hergestellt wird und eine leichte Rauchigkeit präsentiert. Allerdings beruft sich Cooley auf die verloren gegangene und früher auch bei den Iren vorhandene Tradition, mit Torf zu feuern. Der Connemara ist leicht und fruchtig und wird ohne Altersangabe angeboten.

Der Tyrconnell, ebenfalls ohne Altersangabe, ist ein fruchtiger Whiskey mit Orangen- und Zitrusnoten. Er ist sehr ölig und zeigt Anklänge von Vanille und Kräutern.

Unter dem Namen Kilbeggan wird ein süßer Blend mit Aromen von Vanille, Karamell und Rosinen angeboten.

Inishowen stellt den getorften Gegenpart unter den Blends dar. Süß, ölig, mit Aromen von Getreide und Rauch.

Greenore ist ein reiner Grain Whiskey. Holz, starke Vanille und reine Süße prägen ihn. Sehr trocken.


Stöbern Sie durchs Sortiment von:

Connemara    |    Tyrconnell    |    Greenore    |    Kilbeggan

 


Cooley Facts & Figures

  Gegründet

 1987

  Besitzer

 Cooley Distillery plc

  Land

 Irland

  Wasser

 River Sliabh na Gloch

  Ausstattung

 Wash Backs

 Mash Tuns

 Wash Stills

 Spirit Stills

  Jahresproduktion

 

  Adresse

 Cooley Distillery, Riverstown, Cooley, Co Louth
 0353 (0)42 9376102

  Homepage

 http://www.cooleywhiskey.com

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