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Bladnoch

Im grünen Südwesten Schottlands, das landschaftlich mehr an liebliche, hügelige Irland als an das raue Schottland erinnert, liegt in der Grafschaft Galloway die Brennerei, die sich mit dem Titel „Südlichste Destillerie Schottlands“ schmücken kann. In dieser Gegend boomte die Whiskyindustrie noch nie und selbst während des Hypes um 1980 herum konnte der Süden nur vier Destillerien nachweisen. Die zarten Whiskys der Lowlands standen immer im Schatten der kräftigen Destillate ihrer nördlichen Konkurrenten. Hier im Süden hatte man die dreifache Destillerie zum Standard gemacht. Das war wohl nicht nur für diesen leichten Charakter des Whiskys, sondern auch für die hohen Produktionskosten verantwortlich war, die die Lowland-Destillerien letztendlich auch unrentabel machten. Fast alle wurden stillgelegt. Einzig die abgelegene Brennerei, die nach dem kleinen Fluss Bladnoch benannt ist, an dem sie liegt, ist übrig geblieben, was einer Privatinitiative zu verdanken ist.

 

Unstete Geschichte mit ständigem Besitzerwechsel

Seit 1817 wird hier Whisky produziert und seither wechselte Bladnoch mehrfach den Besitzer. Gegründet durch die Brüder Thomas und John McClelland, ging sie 1911 in den Besitz der Wm Dunville&Co. Ltd. über und erlebte in den folgenden Jahren ein Hin und Her zwischen Stilllegungen und Wiedereröffnungen: 1938 Verkauf an Ross&Coulter mit Stilllegung, 1956 Übernahme von Bladnoch Co. Ltd und Wiederaufbau. 1964 McGow an Cameron, 1973 Inverhause Destillers, 1983 Bells&Sons, 1985 United Destillers.

Als die Destillerie dann 1993 wegen mangelnder Rentabilität geschlossen wurde, sah es nach einem Ende der Whiskydestillation in Bladnoch aus. Der Nordire Raymond Armstrong erwarb den Betrieb 1994 mit dem Ziel, darin Ferienwohnungen einzurichten. Doch der Whisky zog ihn in seinen Bann und er startete im Jahr 2000 wieder mit der Whiskyproduktion in zwei Brennblasen, unterstützt von einem erfahrenen Stillman, der schon davor für United Destillers in der Destillerie gearbeitet hat. Die Menge, die Armstrong herstellen darf, ist durch eine Klausel im Kaufvertrag allerdings begrenzt.

 

Familiäre Atmosphäre

Die Destillerie verfügt über einen sehr gut ausgestatteten Shop und bietet regelmäßig Führungen an. Raymond Armstrong ist Destiller mit Leib und Seele und gesellt sich oft zu einem Schwätzchen und einem Dram zu den Besuchern hinzu. Auf seiner Homepage gibt es ein Forum, in dem er sehr aktiv über Neuigkeiten und den Alltag in der Brennerei informiert und gerne den Kontakt zu den Fans der Destillerie hält.

 

Leichte, blumige Whiskys

Die Whiskys der Bladnoch Destillerie sind eigentlich keine typischen Lowlander. Hier wird nur zweimal destilliert und der Whisky überzeugt mit blumigem, frischen Geschmack und Zitrusnoten. Die Whiskys werden in verschiedenen Altersstufen von 6 bis (derzeit) 29 Jahren und oft in Fassstärke angeboten, einen Standard der Destillerie zu definieren ist schwer. Auch die Nachfrage nach leicht rauchigen Whiskys befriedigt Armstrong mit der Lightly-Peated-Reihe.

 Klicken Sie hier um zum Bladnoch Sortiment in unserem Webshop zu kommen.


Bladnoch Facts & Figures

  Gegründet

 1817

  Besitzer

 Raymond Armstrong

  Region

 Lowlands

  Wasser

 Loch Ma Berry / Bladnoch River

  Ausstattung

 Wash Backs 6 (Oregon Pine)

Mash Tun 1 (Edelstahl)

Wash Still 1 (13.500 l)

Spirit Still 1 (10.000 l)

  Jahresproduktion

 100.000 l

  Adresse

 Bladnoch, Wigtown, Wigtownshire DG8 9AB
 01988 402605

  Homepage

 http://www.bladnoch.co.uk

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