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Cardhu

Dass die Whiskybrennerei auch in früheren Zeiten nicht nur Männersache war, belegt die Geschichte von Cardhu („Schwarzer Stein“) sehr eindrücklich. Als auf der entlegenen Cardow Farm auf dem Mannoch Hill das Schwarzbrennen äußerst munter betrieben wurde, war es vor allem Helen Cumming, die dabei die Zügel in der Hand hielt. In ländlichen Gebieten war es üblich, dass das Brennen den Frauen daheim oblag, während die Männer auf Weide und Feld unterwegs waren. Wenn sich Zollbeamte näherten, so heißt es, schob sie Brot in den Ofen, um den Brennereigeruch zu überdecken und hisste eine rote Fahne. So waren auch alle Nachbarn im Hinterland gewarnt. Ursprünglich unter dem Namen der Farm, wurde die Destillerie im Laufe der Zeit mehrfach umbenannt und wechselte zwischen Cardow und Cardhu hin- und her. Die Verwirrung komplett machte Diageo 2003, als man unter dem Namen Cardhu nicht wie von 1982 bis dahin üblich einen Single Malt anbot, sondern einen Vatted Malt auf den Markt brachte. Doch das Zwischenspiel war nur von kurzer Dauer und man kehrte wegen des großen öffentlichen Widerspruchs nach wenigen Monaten zum Single Malt Cardhu zurück. Immerhin sorgte diese Cardhu-Affäre dafür, dass die Vorschriften und Bezeichnungen bezüglich der Benennungen von Whisky 2005 klarer definiert wurden.

 

Erfolgreiche Familiengeschichte

Nach vielen Jahren der Schwarzbrennerei und mehrerer Inhaftierungen gründete John Cumming mit seiner Frau Helen 1824 offiziell die Destillerie Cardow, die 1846 nach Johns Tod vom Sohn Lewis übernommen wurde. Doch erst als dessen Witwe Elizabeth Cumming ab 1872 aus der kleinen Farmbrennerei auf einem benachbarten Gründstück eine stattliche, neue Destillerie macht, beginnt ihr eigentlicher Siegeszug. Die entschlossene, beeindruckende Dame wurde unter dem Namen „Queen oft he whisky trade“ bekannt. Das alte Equipment verkaufte Elizabeth übrigens an William Grant, der damit den Grundstein für eine Destillerie in Dufftown legte. Vielleicht kennen Sie den Namen: Glenfiddich! Der Verkauf an John Walkers & Sons 1893 machte dann aus dem Cardhu das, was der Whisky noch heute ist: Grundlage für den beliebten Blended Whisky Johnnie Walker. Elisabeths Sohn arbeitete als Direktor weiter für Cardhu. Die Brennerei gehört durch Übernahmen und Konzernbildungen ab 1925 Distillers Company Limited (DCL), ab 1930 Scottish Malt Distillers Ltd (SMD) und seit 1987 Diageo, der Whiskyriese zu dem auch u.a. Lagavulin und Talisker gehören . Ronald Cumming, Elizabeths Enkel, war als Präsident der Distillers Company 1982 an der weltweiten Einführung des Cardhu als Single Malt maßgeblich beteiligt.

 

Unverkennbare Whisky Flasche

Weich und rund mit süßen Tönen von Honig und Schokolade und mit frischen Spuren von Holz, Heide und etwas Malz ist der Cardhu ein ausgewogener Speysider, dem der Johnnie Walker seinen gefälligen Kern verdankt. Obwohl der Hauptanteil nach wie vor in Blends fließt, wird der Cardhu auch als 12-jähriger Single Malt in der typischen viereckigen Flasche sehr erfolgreich vertrieben. Auch als zusätzliches Angebot Special Cask Reserve ist Cardhu aus ausgesuchten Fässern mit jeweiliger Batchnummer zu erhalten.

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Cardhu Facts & Figures

  Gegründet

 1824

  Besitzer

 Diageo

  Region

 Speyside

  Wasser

 Mannoch Hill und Lyne Burn

  Ausstattung

 Wash Backs 8

 Mash Tun 1

 Wash Stills 3 (insgesamt 36.000 l)

 Spirit Stills 3 (insgesamt 31.500 l)

  Jahresproduktion

 -

  Adresse

 Knockando, Morayshire, AB38 7RY
 01346/874630

  Homepage

 http://www.malts.com

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