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Edradour

Wenn der Name Edradour fällt (= Fluss von König Edred) ist er untrennbar mit der Ergänzung „die kleinste Destillerie Schottlands“ verbunden. Ob dieser Titel angesichts der Eröffnungen kleiner neuer Destillerien noch gerechtfertigt ist (siehe u.a. „Abhainn Dherg auf Lewis),  sei dahingestellt.  Die Auszeichnung „hübscheste Destillerie“, die Michael Jackson Edradour verlieh, trifft nach Meinung vieler Besucher auf jeden Fall zu, denn die idyllische Lage in einem kleinen Tal mit einem Bach, der zwischen den Destilleriegebäuden hindurchfließt und die pittoresken Fassaden geben der Farmbrennerei einen märchenhaften Touch. Den Destilleriebetrieb erledigen drei Mann. Wesentlich mehr  Angestellte sorgen dafür, dass die starken Besucheranströme in geordneten Bahnen verlaufen und betreut werden. Bis vor einiger Zeit war der Besuch inklusive eines Drams noch kostenlos, was die Popularität der Brennerei natürlich noch erhöhte. Aus wirtschaftlichen Gründen sah man sich deshalb auch in Edradour gezwungen, ein Eintrittsgeld einzuführen. Vielleicht normalisieren sich dadurch in nächster Zeit die Touristenzahlen und die Destillerie kann ihren natürlichen Charme bewahren.

 

Aus der Masse zurück

Einige Farmer der Gegend, die hier schon lange ihren Whisky schwarz brannten, taten sich zusammen und gründeten 1837 offiziell die lizensierte Destillerie Edradour. Ab 1841 firmierten sie als John McGlashan and Company und begannen damit, den gebrannten Whisky auch zu verkaufen und nicht mehr ausschließlich für den Eigenbedarf zu nutzen. Der Verkauf an den Glasgower Unternehmer William Whiteley 1925 machte auch den Edradour zum Zulieferer der Blendindustrie. Die Übernahme durch Campbell Distillers Ltd. und damit durch den Verbund  Pernod Ricard 1982 änderte daran zunächst nichts, bis 1986 erstmalig ein Edradour Single Malt auf den Markt gebracht wurde. Doch die große Weltfirma sah wenig Nutzen in der kleinen Destillerie und so griff der unabhängige Abfüller Andrew Symington mit seinem Unternehmen Signatory Vintage gerne zu und erstand Edradour 2002. Ein neuer Produktionsleiter (Iain Henderson, ehemals Manager von Laphroig) und diverse Investitionen sorgten für einen frischen Wind in der kleinen Destillerie.

 

Traditionell und neu

Edradour produziert einen süßen und vollen Malt mit Aromen von Schokolade, Toffee und Pflaume. Die Standardabfüllung ist der Edradour 10 Jahre.  Mit Abfüllungen in Fassstärke und diversen Finishes wurde das Repertoire in den letzten Jahren stark erweitert. 2006 wurde unter dem Namen Ballechin auch eine rauchige Version des Edradour auf den Markt gebracht. Die Meinungen darüber sind (wie immer) geteilt und reichen von Zustimmung bis zum Vorwurf der Blasphemie und des Verletzens von Traditionen. Mag der Festland-Whisky auch als gemeinhin nicht rauchig gelten, so war das starke Torfen zu Zeiten der Schwarzbrenner durchaus auch hier Gang und Gebe. Was also heißt „ursprünglich und traditionell“?

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Edradour Facts & Figures

  Gegründet

 1837

  Besitzer

 Signatory

  Region

 Highlands

  Wasser

 Quellen im Mhoulin Moor und aus dem geländeeigenen Bach (für Kühlung)

  Ausstattung

 Wash Backs 2

 Mash Tun 1

 Wash Stills 1 (4.218 l)

 Spirit Stills 1 (2.179 l)

  Jahresproduktion

 -

  Adresse

 Pitlochry, Perthshire & Kinross, PH16 5JP
 01796472095

  Homepage

 http://www.edradour.co.uk

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