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Slyrs (Lantenhammer)

Bringt man das Thema „Deutsche Whiskys“ ins Gespräch, merkt man schnell, dass es zwei starke extreme Lager gibt: Die einen sind ganz enthusiastisch und begeistert bei der Sache, die anderen lehnen diese deutschen Produkte kategorisch ab. Grund ist wohl nicht zuletzt, dass die deutschen Brenner im Gegensatz zu den Destillerien in Japan und Indien nicht versuchen, bei der Herstellung ihrer Whiskys dem schottischen Vorbild möglichst getreu nachzueifern. Sie suchen meist ihren ganz eigenen Weg und arbeiten häufig mit kleinen Brennblasen, die sonst zur Herstellung von Obstler verwendet werden. Dementsprechend unterscheiden sich die Ergebnisse häufig sehr von den schottischen Destillaten aus den großen Pot Stills.

Doch der Name Slyrs wird von Fans und Kritikern gleichermaßen mit Respekt genannt und hat sich in der deutschen Whiskyszene einen besonderen Namen gemacht. In der bayerischen Brennerei arbeitet Brennmeister Hans Kemenater mit einer traditionellen Pot-Still-Anlage aus Kupfer im Doppelbrand-Verfahren. Immerhin 1.500 Liter Inhalt fassen die Brennblasen – für deutsche Whisky-Verhältnisse gigantisch! Sie wurden mit ihrer ganz eigenen Form für die Brennerei speziell entwickelt.

Ah ja – übrigens spricht sich der eigentümlich aussehende Name ganz einfach „Schliers“ aus, so wie der Schliersee, an dem die Brennerei liegt. In alten Urkunden über das Kloster Schliersee tauchte die Schreibweise Slyrs auf und sie ist doch wie geschaffen wir das Etikett einer Whiskyflasche!

 

Eine fixe Idee wird zum Erfolgsmodell

Als der Bierbrauer und Destillateurmeister Florian Stetter, ein Spross der Familienunternehmens Lantenhammer, 1999 im bayerischen Schliersee mit dem Destillieren begann, um hier Malt-Whisky herzustellen, so war es im wahrsten Sinne des Wortes eine Schnapsidee: Nach einer Schottlandreise hatte er sich mit Freunden auf eine Wette eingelassen, dass er das schottische Lebenswasser auch im Freistaat brennen könne. Schließlich sah er viele landschaftliche Gemeinsamkeiten zwischen Schottland und Bayern. Die ersten Versuche wurden verbessert und im Laufe der Jahre stieg nicht nur die Begeisterung und die Qualität, aus der fixen Idee wurde ein tragfähiges Geschäftsmodell und ein Produkt, dem eine große Zukunft prophezeit wird. Gemäß dem Motto „Wir gehen unseren eigenen Weg“ unterscheidet sich Slyrs bei der Whiskyherstellung in einigen Produktionsschritten Geräuchert wird ein Teil der Gerste über Buchenholzfeuer, nicht über Torf. Lieferant des Malzes ist eine bayerische Weißbierbrauerei. Die Destillation erfolgt äußerst langsam und bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen bis maximal 100 Grad °. Dieser deutsche Whisky lagert nicht in bereits gebrauchten Fässern wie in Schottland, sondern in ganz neuen Eichenfässern. Sie werden aber, wie in den USA , vor dem Befüllen ausgekohlt.

 

Jung und trocken

Bisher wird der Slyrs als 3-Jähriger angeboten; jeweils am 1. Mai wird der aktuelle Jahrgang vorgestellt – meist ist er schnell vergriffen! Das Holz setzt sich geschmacklich durch, wie auch eine honigsüße, fruchtige Note und ein ausgeprägtes Vanillearoma. Einen trockenen, rauhen und leicht salzigen, aber nicht besonders komplexen Eindruck hinterlässt er.

Für das Jahr 2015 wird die Abfüllung des ersten 12-Jährigen in Aussicht gestellt, dafür wird jedes Jahr ein Teil der Fässer zurückgehalten. 

 Klicken Sie hier um zum Slyrs Sortiment in unserem Webshop zu kommen.


Slyrs Facts & Figures

  Gegründet

 1999

  Besitzer

 Lantenhammer

    

 Deutschland

  Wasser

 Bannwaldquelle

  Ausstattung

 3 Pot Stills, je 1.500 L

  Jahresproduktion

 900.000 l

  Adresse

 Bayrischzeller Straße 13, 

83727 Schliersee / Ortsteil Neuhaus

  Homepage

 http://www.slyrs.de

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