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Prominente Absinthtrinker

Als bekannteste Absinthliebhaber sind Édouard Manet, Paul Gauguin, Charles Baudelaire, Arthur Rimbaud, Brain Warner, Oscar Wilde, Henri de Toulouse-Lautrec, Picasso und Vincent van Gogh in die Geschichtsbücher eingegangen. Auch Schriftsteller wie Ernest Hemingway, Edgar Allan Poe, Charles Baudelaire, Victor Hugo, Arthur Rimbaud und Paul Verlaine sowie Oscar Wilde schwärmten in ihren Werken von Absinth. In der Literatur wird davon berichtet, dass Picasso und van Gogh in besonderer Weise von Absinth inspiriert wurden. So ist bekannt, dass die beiden Künstler, Picasso und van Gogh stark durch Absinth inspiriert worden sind, wovon die blaue Phase Picassos und die gelbe Phase van Goghs deutliches Zeugnis ablegen. Aus der Neuzeit sind Künstler wie Marylin Manson und Johnny Depp als bekennende Absinthliebhaber bekannt.

Edouard Manet

Vor allem Edouard Manet wurde durch sein Gemälde „Der Absinthtrinker“, der breiten Öffentlichkeit bekannt. Der im Jahre 1832 geborene und 1883 verstorbene Maler stammte aus wohlhabenden Verhältnissen, seine Eltern zählten zur oberen Schicht des Pariser Bürgertums. Der Vater Auguste Manet, war Beamter, welcher zielgerichtet seine ehrgeizigen Ziele zu erreichen pflegte. Er wurde schließlich als Richter auch in das Parlament berufen. Die Erfolge des Vaters sicherten der Familie Wohlstand, aufgrund dessen Edouard eine gehobene Schulbildung ermöglicht wurde. Das berühmte Gemälde „Der Absinthtrinker“ schuf Manet um 1858 gemeinsam mit seinem Werk „Der Trinker“, welches auch den Beinamen „Der Raucher“ trägt. Es handelt sich bei ersterem um die Kopie eines Selbstbildnis von Adriaen Brouwer, welches  Joos van Craesbeeck zugeschrieben wird. Dieses im Stil niederländischer Malerei des 17. Jahrhunderts geschaffene Werk nimmt thematisch den „Trinker“ vorweg, stellt jedoch keine direkte Vorarbeit zum Absinthtrinker dar. Vielmehr wird es zur  Reihe jener  Gemäldekopien gezählt, welche Manet während seiner Lehrzeit schuf.

Im August des Jahres 1865 reiste Manet nach Madrid, um im Prado die von ihm verehrten spanischen Maler im Original zu sehen. Nach seiner Rückkehr nach Frankreich entstanden in der Folgezeit drei Bettler-Philosophen nach dem Vorbild der Gemälde Aesop und Menippos von Velásquez, die auch schon als Anregung zu Manets Absinthtrinker dienten. Manet stellte den Bettler mit Austern, den Bettler mit Umhang und den Lumpensammler mit dem Absinthtrinker in einem Pavillon am  Ausstellungsgelände der Weltausstellung von 1867 aus. Nachdem Manet diese vier Bilder verkaufen konnte, wandte er sich wiederum der Darstellung eines Trinkenden zu. Dieses Gemälde wurde in der Folge in den Pariser Salon lobend anerkannt, jedoch von seinen Freunden aber als zu konservativ kritisiert. Als Antwort darauf entstand 1877 Manets Gemälde Die Pflaume. Das Bild zeigt eine unbekannte Frau mit einem Pflaumenschnaps in einem Pariser Lokal.

Pablo Picasso

Der spanische Künstler war ebenfalls Liebhaber dieses Getränks. Geboren am 25. Oktober 1881 in Malaga, betätigte er sich als Maler, Grafiker und Bildhauer. Vor allem seine Werke der „blauen Periode und Teile der „rosa Periode“ waren stark vom Genuss von und Eindrücken durch Absinth beeinflusst. Dieser Umstand lässt sich dahingehend festmachen, da Pablo Picasso mehrmals Absinthtrinker als Motive wählte. In diesem Zusammenhang sind aus der blauen Periode das Werk  „Buveuse assoupie“ aus dem Jahr 1902 und das 1911 entstandene kubistische Gemälde „Das Glas Absinth“  zu nennen. Ebenfalls aus dieser Zeit und durch Picasso inspiriert, stammen die Bilder „Der Absinthtrinker“ des tschechischen Malers Viktor Oliva sowie „The Absinthe Drinker“ des irischen Künstlers William Orpen. Als Bildhauer schuf Picasso 1914 eine Serie Absinthgläser und der Bronzeguss eines kubistisch geformten Glases. Diesem fügte er einen echten Absinthlöffel und ein unechtes Stück Zucker hinzu. Picasso verstarb am 8. April 1973 in der französischen Gemeinde  Mougins. Sein Bild "Portrait von Angel Fernandez de Soto", besser bekannt als "Der Absinth Trinker" wurde im Jahre 2010 im Auktionshaus Christies für umgerechnet 41,9 Millionen Euro versteigert. Diesen Betrag erhielt die Andrew Lloyd Webber's Foundation, eine Stiftung, welcher sich der Förderung von Kunst, Kultur und Kulturerbe in Großbritannien verschrieben hat.

Dass der Genuss von Absinth zu seiner Blütezeit in Paris nicht ungefährlich war, war in den Pariser Lokalen durchaus bekannt. So sollen zur Jahrhundertwende zahlreiche Absinthkonsumenten in Krankenhäuser und in die Psychiatrische Klinik, damals Irrenanstalt genannt, eingeliefert worden sein. Als vom Absinthgenuss gefährdet konnten auch

Vincent van Gogh und Paul Gauguin

angesehen werden. Der niederländische Maler und Zeichner van Gogh wurde am 30. März 1853 in der Gemeinde Groot-Zundert geboren. Er wird heute als einer der Begründer der modernen Malerei angesehene. Er schuf knapp 900 Gemälde und mehr als 1000 Zeichnungen. Im Rahmen eines Aufenthalts bei seinem Bruder in Paris befreundete er sich dort mit Paul Gauguin und lernte Absinth kennen. 1866 lernte er Edouard Manet, den Mitbegründer des legendären "Salon des refusés" kennen, welcher ihn in Künstlerkreise und in Zirkel von Absinthtrinkern einführte. In der Folge entdeckte er seine große Liebe zur farbigen Schönheit der Welt und malte helle, lichte Landschaften in flimmernder Atmosphäre. Es wird berichtet, dass van Gogh sich voll den Wirkungen des Absinths ergeben haben soll und seine späteren Krisen und sein Selbstmord am 29. Juli 1890 werden nicht nur seiner depressiven Veranlagung, welche bereits in jungen Jahren erkennbar war, zugeschrieben, sondern auch dem exzessiven Absinthgenuß. Am 23. Dezember 1888  bedrohte er im Streit Paul Gauguin mit einem Messer und bestrafte sich selbst, indem er sich ein Ohr abschnitt. ( Wir bieten zudem Van Gogh Vodka an )Als Paul Gauguin im Jahre  1891 nach Tahiti übersiedelte um neue Eindrücke für sein künstlerisches Schaffen zu erlangen, war als Helfer ein großer Vorrat an Absinth mit im Gepäck.

Absinth verhalf Gauguin zu seiner in festen Konturen aufbauenden Kunst, welche von der  Leuchtkraft der Farben und die Vitalität der Form bestimmt war. Der stetige Absinthgenuß soll zu gesundheitlichen Problemen im Alter geführt haben. Gauguin wurde am 7. Juni 1848 in Paris geboren und verstarb am 8. Mai 1903 in Atuona auf Hiva Oa. Er war nicht nur als Maler tätig, sondern fertigte auch Keramiken, Schnitzereien und Holzschnitte an. Der breiten Öffentlichkeit wurde er vor allem aufgrund seiner Bilder aus der Südsee bekannt.

Absinth wurde in den Pariser Cafés mit Wasser verdünnt genossen. In Edouard Manets Bild „Der Absinthtrinker fehlt jedoch der Hinweis auf das zu dieser Zeit übliche Wasser. Neben dem Pflaumenschnaps im Gemälde Die Pflaume, war es vor allem das in der dritten Republik immer populärer werdende Bier, welches er als alkoholisches Requisit in verschiedenen Gemälden abgebildet wurde. Der Absinthtrinker blieb Manets einzige Darstellung von Absinth in seinen Werken. Jedoch nicht nur Maler sondern auch Schriftsteller wie Ernest Hemingway, Edgar Allan Poe, Charles Baudelaire, Victor Hugo, Arthur Rimbaud und Paul Verlaine sowie Oscar Wilde zählten zu Freunden des Absinths.

Ernest Hemingway

Hemingway wurde am 21. Juli 1899 in Oak Park, im US-Bundesstaat Illinois geboren und zählt heute zu den erfolgreichsten amerikanischen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. 1939 übersiedelte er nach Havanna in Kuba. 1953 erhielt Hemingway den Pulitzer-Preis für seine Novelle Der alte Mann und das Meer und 1954 den Literaturnobelpreis. Er war auch als Reporter und Kriegsberichterstatter tätig, doch sein Leben wurde auch von Depressionen und Alkohol bestimmt. Zu den Cocktails, welche Hemingway vor allem auf Kuba gerne genoss, wobei auch ein Cocktail nach ihm benannte wurde, zählte auch der Absinthcocktial „Death in the Afternoon“. Dieser wird zubereitet, indem vier cl Absinth in ein Champagnerglas gegossen und zwei Eiswürfel dazugeben werden. Das Glas wird dann mit Champagner aufgefüllt. Hemingway verstarb am 2. Juli 1961 in Ketchum im amerikanischen Bundesstaat Idaho.

Oscar Wilde

zählte ebenfalls zu Liebhabern der „Grünen Fee“. Der am 16. Oktober 1854 in Dublin geborene Autor von Gedichten und Erzählung hat vor allem aufgrund des auch mehrfach verfilmten im Jahre 1890 erstmals veröffentlichten Romans „Das Bildnis des Dorian Gray“ Weltruhm erlangt. Zu Lebzeiten als Homosexueller gebrandmarkt, äußerste er sich mehrfach zu Absinth und beschrieb dessen Genuss in drei Stadien: "Das erste Stadium ist wie normales Trinken, im zweiten fängt man an, ungeheuerliche, grausame Dinge zu sehen, aber wenn man es schafft, nicht aufzugeben, kommt man in das dritte Stadium, in dem man Dinge sieht, die man sehen möchte, wundervolle, sonderbare Dinge." Auch der Satz, wonach Absinthliebhaber nach einem ersten Glas Dinge sehen, „wie Du sie wünscht, daß sie wären. Nach dem zweiten, siehst Du die Dinge, wie sie nicht sind. Zum Schluss siehst Du die Dinge, wie sie wirklich sind, und dies ist das Schrecklichste auf der Welt“, soll aus seinem Mund stammen. Er verstarb am 30.11.1900 in Paris.

Charles Baudelaire

Ebenfalls ein französischer Schriftsteller, wurde am 9. April 1821 in Paris geboren. Er ist in der heutigen Zeit vor allem aufgrund seiner Lyrik bekannt, welche er zu Lebzeiten sehr schwer veröffentlichen konnte. 1846/47 wurden zwei Novellen in Zeitschriften herausgebracht. Anerkennung konnte er lediglich durch ab 1845 verfasste Berichte über Ausstellungen erlangen. Aufgrund seiner Drogensucht war er stets in finanziellen Nöten. Er äußerte sich auch zu seiner Vorliebe für Absinth und stellte mit der Bemerkung, …“die toten Wörter stehen auf und sind aus Stein und Bein", fest, dass dieses Getränk seine Schreibhemmung auflösen würde. Zudem färbte er sich sein Haupthaar grün. Baudelaire verstarb mittellos am 31.08.1867 in Paris. Auch

Paul Verlain

zählte zu Freunden des Absinths. Der am 30. März 1844 im französischen Metz geboren Lyriker veröffentliche im Jahre 1865 seinen ersten Text über den Gedichtband „Les Fleurs du Mal“ von Charles Baudelaire. Selbst im Gefängnis nach einer Auseinandersetzung im Absinthrausch mit Arthur Ribaud verfasste er Gedichte. Das Verhältnis der beiden wurde 1995 von Agnieszka Holland unter dem Titel Total Eclipse verfilmt. Sein Liebe zu Absinth gipfelte darin, dass er anstatt mit der zu dieser Zeit üblichen Floskeln grüßte, darauf hinwies, "ich trinke ihn mit Zucker“. Rimbaud verstarb am 8. Januar 1896 in Paris. Von

Ernest Dowsen

Dem am 2. August 1867 in London geborenen Dichter, wird folgender Satz zugeschrieben: „Whiskey und Bier sind für Idioten. Absinth besitzt die Kraft der Magier; Absinth kann die Vergangenheit auslöschen oder erneuern und die Zukunft annullieren oder voraussagen.“ Zu seinen wenigen Werken sind Versdichtungen  und Kurzgeschichten zu zählen. Er brachte auch eine Übersetzung von Voltaires „Pucelle“ heraus. Von Arnold Schönberg wurde sein Gedicht „Seraphita" vertont.

Nicht nur Maler und Literaten aus dieser Zeit huldigten in Worten und Taten dem Absinth. Auch Künstler der heutigen Tage zählten bzw. .zählen zu Freunden dieses Getränks. So auch

Marilyn Manson

 Der Sänger einer Rockband wurde als Sohn von Barbara und Hugh Warner in Canton geboren. Er besuchte die Heritage Christian School, eine streng-christliche Privatschule, später eine staatliche Public School. Nachdem er mit seinen Eltern nach Fort Lauderdale, Florida, umgezogen war, besuchte er das Broward Community College, um dort Journalismus und Theater zu studieren. Ehe er die er Band Marilyn Manson gründete, schrieb er Gedichte und Kurzgeschichten und war als Musikjournalist tätig. Als sein Markenzeichen galt das weiß geschminkte Gesicht sowie zweifarbige Kontaktlinsen.mansinthe

In den 1990er Jahren kursierte das Gerücht, Marilyn Manson wäre als Kind als Darsteller des Paul Pfeiffer in der Fernsehserie „Wunderbare Jahre“ aufgetreten. Während Aufnahmen zum Album “Mechanical Animals” 1998 begann Marilyn Manson auch zu malen. Manson verkörperte mehrere Rollen im Theater und war auch 2002 in Michael Moores Dokumentarfilm Bowling for Columbine zu sehen. 2005 ehelichte er  seine langjährige Freundin Dita Von Teese auf dem irischen Anwesen des österreichischen Künstlers  Gottfried Helnwein, jedoch reichte Von Teese 2006 die Scheidung ein. Danach war Warner mit der Schauspielerin Evan Rachel Wood liiert. Das Paar trennte sich im November 2008. In diesem Jahre nahm er auch die Dreharbeiten für den Film „Phantasmagoria“ in Angriff, bei welchem er als Regisseur und Hauptdarsteller agierte. Der Film handelt von dem Mathematiker Lewis Carroll, der durch sein Buch Alice im Wunderland bekannt wurde. Ende 2009 war Warner Rachel Wood liiert. Der Sänger machte der Schauspielerin während einer Performance in Paris einen Heiratsantrag, welchen sie annahm. Auch diese Verbindung  war nicht von Dauer, Manson trennte sich im August 2010 von ihr und feierte dies bei einer Party, wobei auch Absinth genossen wurde. Im gleichen Jahr stellt er  eigene – von Absinth inspirierte? - Aquarelle im “project space” der Kunsthalle Wien in Österreich aus.

In maßgeblicher Zusammenarbeit mit der Destillerie Mather & Luginbühl in der Schweiz, entwickelte Manson im Jahre 1007 einen Absinth, welcher Mansinthe getauft wurde. Im Rahmen der San Francisco World Spirits Competition 2008, einem der wichtigsten Wettbewerbe für Schnäpse und Liköre, wurde dieser Absinth mit Gold ausgezeichnet. Auch der amerikanischer Filmschauspieler Johnny Depp bekannte sich zu seiner Vorliebe zu Absinth.

Abschließend sei bemerkt , dass aktuell Absinth im Handel angeboten wird, dessen Thujongehalt dem menschlichen Körper keine Schäden zufügen kann. Experten des Chemischen Veterinäruntersuchungsamts in Karlsruhe konnten mit Kollegen aus Großbritannien und den USA darauf verweisen, dass die einst geäußerte Annahme, dass in Absinth zu viel Thujon enthalten wäre, nicht der Wahrheit entspricht und somit die Wirkung von Absinth nicht die von Gegnern vermutete gesundheitsschädigende Intensität aufweist. 

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